Einvernehmliche Scheidung: wie ist der Ablauf des Verfahrens?

Eine einvernehmliche Scheidung kann sehr viel schneller und preiswerter durchgeführt werden als ein herkömmliches Verfahren. Für einen reibungslosen Ablauf müssen aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Wie bei jeder anderen Scheidung müssen die Partner zum Beispiel das Trennungsjahr nachweisen. Gemäß §630 ZPO kommen weitere rechtliche Bedingungen hinzu: eine gemeinsame Erklärung der Ehegatten über die elterliche Sorge und den Umgang mit den Kindern sowie eine schriftliche Einigung über die finanziellen Aspekte des künftigen Lebens. Das reicht vom Unterhalt für die Kinder über den eventuell anstehenden Ehegattenunterhalt bis zu den Eigentumsverhältnissen an Hausrat oder ehelicher Wohnung.

Bevor Eheleute den Antrag auf einvernehmliche Scheidung stellen, müssen sie daher alle Fragen bezüglich ihrer Kinder und Finanzen geklärt haben. Wenn entsprechende Schreiben vorliegen, erlaubt der Gesetzgeber eine sofortige Scheidung nach dem Trennungsjahr. In der Praxis entscheiden die Gerichte allerdings häufig auch im Sinne der Ehegatten wenn diese noch keine Erklärungen zu den obigen Punkten abgegeben haben. Der Richter muss dann allerdings davon ausgehen können, dass die Einigung außergerichtlich mit dem Anwalt erfolgt.

Damit dies tatsächlich klappt, braucht man einen guten Anwalt, dem es gelingt, die Interessen der Ehegatten zusammen zu führen. Viele Juristen haben hierzu eine Zusatzausbildung als Mediator im Familienrecht. Welche Fachleute das sind, erfährt man etwa über Portale wie anwaltsuche.de oder advorgarant.de. Für die einvernehmliche Scheidung brauchen die Eheleute vor Gericht dann nur einen einzelnen Anwalt, was die Kosten deutlich reduziert. Wenn eine Mediation nicht nötig ist, kann man über Anbieter wie ehe-scheidung-online.de sogar den Anwaltsbesuch sparen.

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One Response to “Einvernehmliche Scheidung: wie ist der Ablauf des Verfahrens?”

  1. Bernd Steinbach
    1. September 2016 at 17:41 #

    Der Artikel ist nicht auf dem aktullen Stand. Der zitierte § 630 ZPO galt nur bis zum 31.08.2009.

    Nach dem seit dem 01.09.2009 geltenden § 133 FamFG muss der Scheidungsantrag lediglich die Erklärung enthalten,

    ob die Ehegatten eine Regelung über die elterliche Sorge,

    den Umgang und die Unterhaltspflicht gegenüber den gemeinschaftlichen minderjährigen Kindern sowie

    die durch die Ehe begründete gesetzliche Unterhaltspflicht,

    die Rechtsverhältnisse an der Ehewohnung und an den Haushaltsgegenständen

    getroffen haben.

    Die Reform des Familienrechts zum 01.09.2009 hat hier daher eine Vereinfachung gebracht indem der bisherige § 630 ZPO aufgehoben wurde und der nunmehr geltende § 133 FamFG eine entsprechende Erklärung in der Antragsschrift ausreichen lässt.

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